Lexikon

Bereicherungsverbot

Lässt der Geschädigte einen Kraftfahrzeugsachschaden sach- und fachgerecht in dem Umfang reparieren, den der eingeschaltete Sachverständige für notwendig gehalten hat, und unterschreiten die von der beauftragten Werkstatt berechneten Reparaturkosten die von dem Sachverständigen angesetzten Kosten, so beläuft sich auch im Rahmen einer fiktiven Abrechnung der zur Herstellung erforderliche Geldbetrag auf die tatsächlich angefallenen Bruttokosten. Der Geschädigte hat in diesem Fall keinen Anspruch auf Zahlung des vom Sachverständigen angesetzten Nettobetrags zuzüglich der tatsächlich gezahlten Umsatzsteuer, soweit dieser Betrag die tatsächlich gezahlten Bruttoreparaturkosten übersteigt (Urteil vom 3. Dezember 2013).

Dieser Text wurde durch die Kanzlei Schleyer erstellt.

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

Ähnliche Beiträge

  • Strassenverkehrsgesetz

    Das Strassenverkehrsgesetz (StVG) ist ein deutsches Bundesgesetz, das die Grundlagen des Straßenverkehrsrechts in Deutschland enthält. Es trat am 01. Juni 1909 in Kraft, eine Neubekanntmachung erfolgte 2003 und regelt das...

  • Schmerzensgeld

    1. Allgemeines Das Schmerzensgeld ist ein Anspruch auf Schadensersatz als Ausgleich für immaterielle Schäden, also Schäden die nicht vermögensrechtlicher Art sind. Das Schmerzensgeld hat jedoch in Deutschland eine sogenannte Doppelfunktion:...

  • Unfall-Zettel bzw. Unfallzettel

    Der Unfall-Zettel und seine große Gefahr nach dem Unfall – was tun? Dieser Artikel handelt über den sog. Unfall-Zettel (auch oft als Unfall Zettel oder Unfallzettel bezeichnet), den man nach...

  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

    Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern...

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Facebook Like Box